„Das Leben kann man nur rückwärts verstehen, aber vorwärts leben.“ (Soeren Kierkegaard)
Vor einem Jahr lebte ich vorwärts. Rückwärts erst kann ich sehen, was ich alles er- und gelebt habe, welche Erlebnisse zu welchen Erkenntnissen geführt haben, dass G. in unser Elternhaus einzieht, sich voll und ganz einrichtet, ein neues Leben beginnt, für alle, und jetzt schon tot ist. Sie hat ihren Körper abgelegt und ihr Wesen spricht noch mit. Vor einem Jahr … was wir alles nicht wissen, was in einem Jahr sein wird. Ist es gut? ist es schlecht? wir wissen es nicht und es geht immer um „exploring the Unknown“.
Wir können nicht heute schon wissen, was dann ist, da hilft auch die KI nicht. Klar, gibt es Prognosen und Ideen, aber der Rest obliegt jedem Einzelnen. Wir wußten, dass das Baby kommen würde, aber wann und wie blieb eine Überraschung. Wir wußten nicht, dass sie umziehen würden und dass es oft besser ist, wenn es anders wird, wenn die Überraschungen über einem herein purzeln und du manchmal wie ein nasses Huhn vor Tatsachen gestellt wirst, die Du glaubst, nicht bewältigen zu können. So war es auch in diesem JA25. Ich sage JA, bin bereit, stelle mich zur Verfügung für die Dinge, die an mich herangetragen werden und ich nehme mich ihrer an. Im Interesse der Evolution, dafür gehe ich durch’s Feuer. und dann war da die Etna, in Sizilien ist Etna weiblich. Welch wunderbare, gewaltige Kraft aus der Tiefe der Erde in Erscheinung tritt. Für mich ist klar, wenn sie mich nimmt, gehe ich mit.
Ich wußte vor einem Jahr nicht, dass ich heute keinen Cremant trinke, dass ich keine Kartoffeln, keine Pasta und kein Brot essen würde und das es mir so viel besser gehen würde. Mein Körper hat rebelliert, wir kämpften miteinander, die Knie wollten nicht knicken, wollen sie heute auch nicht, keinen Knicks mehr machen, nicht in die Knie gehen. Ich wollte aber, dass sie anders sind, als sie sind und sie waren stärker. Ich bot ihnen Physio, Ärzte, Akupunktur, Spritzen, Ergo, Traumeel, sie antworteten mit einem entschiedenen Nein. Jetzt kommen wir uns langsam näher und viel-leicht gehen wir noch ein bischen gemeinsam des Wegs. Nicht, was ich will, wird geschehen, sondern was „das Leben“ will, was es auch ist. Ich – was ist das? Nicht Ich atme, sondern der Atem stellt sich zur Verfügung, mich mitzunehmen. Und Ich stelle mich zur Verfügung, zu empfangen, was das Leben mir anvertraut.
Das Universum meint es immer gut mit Dir/uns.

und deswegen schreibe ich, oder besser: ES schreibt
Immer habe ich mir in den 18 Jahren Berlin gewünscht, dass mir einer meiner Freunde die Stadt gezeigt, aber … war keiner zur Verfügung, keine Zeit oder was auch immer. Also machte ich mich selbst auf den Weg, die Stadt zu erkunden und dabei entdeckte ich auch viel von mir selbst, wie und wo ich mich fühle, wo ich durchatmen kann oder wo der Atem stockt. Und dann entdeckte ich die Chefin der Kunsthalle Below, über die ich dann das Zimmerreisen und die Parallelprotokolle kennenlernte. Immer mehr habe ich mich auch als Künstlerin erlebt, das war die unsichtbare Kraft der KHB. Das Tolle ist, dass ich mich immer selbst überraschen kann, beim Schreiben. Denn da schreibt etwas aus mir heraus, das anders ist, als das, was ich normalerweise denken würde. Meine Freunde haben mich ermutigt, die Texte zu veröffentlichen, sie sind geteiltes Leben und eine Möglichkeit, die Stadt anders zu erfahren, als über die gängigen Reiseführer. Dieses gelebte Leben wird mit anderen Mitschreibenden geteilt und es entstehen ganz neue Formate, das sind die Parallelprotokolle. Nachfolgend findet Ihr einige meiner Texte, die in den Parallelprotokollen weiter verarbeitet sind.
Vor einem Jahr wußte ich noch nicht, dass ich dieses Jahr diese Texte über genau diese Orte oder Objekte in Berlin schreiben würde. Sie sind mein Glück, weil ich es so sehr schätze, für mich zu sein und mit anderen. Ich erinnere die Plätze, wenn ich sie wiedersehe oder wenn ich die Texte anschaue.
231225_PP_Tanksäule
021225_PP_Parkscheinatuomat
81225_PP_Weihnachtsmarkt-Bude
181125_PP_Waschsalon
251125 pp Polster BVG
081025_PP Repair
31102025_PP_italienischer Supermarkt (Gaststätte)
15092025_PP_Polizeiabschnitt, draußen
090825_PP_Aquarium mit Fischfütterung
010725_PP_Leihfahrrad
110625_PP_Hundetheke
250625_PP_Pailletten
260525_PP_Stille
280525_PP_Affen
020425_PP_Friseur
250425_PP_Fliederduft
070325_PP_Menemen
250325_PP_Straßenmusiker
070225_PP_olle Stühle
110225_PP_Gartenmöbel
180225_PP_Glatteis
240225_PP_Secondhand_Brautladen
140125_PP_Hund
170125_PP_Reiterdenkmal
Mehr Kunst und Kultur



Erlebnisse, Ergebnisse und Erkenntnisse
Mein Meilenstein. Der Atem stellt sich zur Verfügung.
Schon länger suche ich nach dem „immer und ewig“ auch in der Atemarbeit. Nicht immer und ewig üben, sondern jetzt und sofort wissen. In einem eben-nebenbei-Gespräch sagte sie: … stellt sich zur Verfügung. Das war’s, die Erkenntnis des Jahres 2025 und für immer und ewig. Der Atem stellt sich zur Verfügung, meinen Körper zu durchlüften und Deinen auch. Ich stelle mich auch zur Verfügung, vielleicht auch, damit Du Dich freuen oder ärgern kannst und Du stellst Dich zur Verfügung, damit ich … etwas in mir entdecken kann. So einfach. Dieses Wissen erinner ich, wo immer es nötig ist: der Atem stellt sich zur Verfügung, der Körper, der Schmerz, die Freude, die Tränen, das Leben – stellen sich zur Verfügung, und dann ist da nur noch Staunen und Jetzt. tadaaaaaaaa!


bodywork, statt mindf*ck
Wie gerne würde ich vor mich hin philosophieren, über mich und die Welt und das Leben der anderen sinnieren. Dieses Jahr, rückwärts, hat mich ziemlich krass auf meinen Körper zurück geworfen. (siehe oben). Weder Canva noch meine Website können mich in meinen Körper bringen, ich muss es schon selber machen. Meine lebenslangen Physioerfahrungen, meine Yogapraxis und meine Atempraxis helfen mir. Dieses Jahr habe ich nochmal mehr als sonst auf meine Füße und meine Beine fokussiert, die ich früher schon kürzer operieren lassen wollte – und dabei ist jeder cm pure Schönheit. Nach „Vorwärts“ würde ich gerne sagen wollen, es macht mir Spaß, ich tue nichts lieber als bodywork.
Erkenntnis: Empfinden, was ist, Empfangen, was das Leben bietet, Energien ausgleichen und allen Kräften erlauben, gleichberechtigt, mit- und nebeneinander zu sein.
Babyalarm – hurra, ich bin Oma!

Liora 9.11.24, Emilio 10.04.25, Odysseus 11.10.25 und viele andere mehr, das nächste Baby kommt schon gleich im Januar 2026. Ich erfahre gerade das Leben als Oma und es ist wunderschön, diese Wesen wachsen zu sehen, mit welchem Vertrauen sie sich dem Leben und den Menschen hingeben, ohne jeden Zweifel, liefern sie sich aus.
Ent_Sorgen – oder vom Umgang mit Materie
sich der Sorgen entledigen, weg mit den Sorgen, die Sorgen, die mit der Vielzahl und Fülle von Materie realisiert ist. Ich wußte nicht, dass ich 4mal an der Entsorgung von Haus und Wohnungen beteiligt sein würde. Und ich kaufe nix mehr, es ist alles im Überfluss vorhanden. Die schönsten Möbel wurden in den Tiefen der Müllberge versenkt, weil niemand sie weiter nutzen wollte. Krass. Mein Aufruf an Alle, die das hier lesen: Bitte denkt bei jedem Stück, das Ihr kauft, daran, wie man es wieder ent-sorgen kann. Jedes Teil ist eine kleine Sorge und wahrscheinlich auch eine kleine Freude.
Ich und die Welt: Sizilien, Föhr, Wien, Schweden, Frankreich zu Gast.
Sicily, Ätna – und wenn die Welt heute unter geht, gehe ich mit.

Ich bin Gast in der Welt und die Welt ist Gast bei mir, ich teile gerne Leben. Rückwärts teilte ich meinen Raum und mein Leben mit einer jungen schwedischen Sprachschülerin. So weit in den Norden war ich noch nicht gekommen, in Bali war ich auch und jetzt gerade bin ich mit Elke und Erik in China, mit denen fliege ich per flightradar oder bei Instagram mit und wenn ich dann da mit denen angekommen bin, brauche ich da selbst gar nicht mehr hin.
Meine heimliche Leidenschaft sind landestypische Einkaufstaschen oder -tüten und landestypische Shampoos, die lasse ich mir gerne mitbringen. Was mir noch nicht gelungen ist, sind die Marzipan-Törtchen aus der Bar in Motta Camastra und das Chilli Gewürz von Conad. Heute bin ich glückliche Besitzerin edelstem Marzipans, Chilli vom Feinsten, einem tollen Feigendeo aus Italien, eines schwedischen Shampoos und einer Einkaufstasche aus Schweden und Frankreich. Großen Dank an Alle.

Hari – ein Sommer mit Gundi
siehe oben, in Kurzfassung: Ostern Einziehen, Einrichten, Wohl-Sein, back to Krebs, 191125 letzter Atemzug, 131225 Gundi wird verabschiedet, Trauerfeier ohne Friedhof, das wünsche ich mir auch, wenn ich meinen Körper zurück lasse. Manchmal denke ich da dran, wie es wohl ist, den Körper abzulegen. Ulrike freut sich schon auf den körperlosen Zustand, welch tolle Perspektive! Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Wie kriegst Du die Zeit bis zu Deiner Beerdigung noch rum? (ich erinnere mich immer wieder an den Song von Annett Louisan, wie krieg ich die Zeit bis zu meiner Beerdigung noch rum?
Danke Gundi, für Dein Wirken. Du bist schmerzlich vermißt.
Mehr Ich so






Links & learnings, mein persönliches EAP (employee) assistent program
(nach den 5 Säulen des Identitätsmodells von Perls)
- Body und mind
- Atmen Juerg Roffler, Christine Ritt, Gertrud Kutscher
- the awakening body by Ellen Emmet
- Nicole Paskow
- Meine Herz-zu-Herz und Wohlfühlexpertin
2. Arbeit, Tun, Wirken
SEO -Hacks und Blog-Technik : Mein Vorschlag für ein neues Ausbildungsprogramm für Friseure
Federkunst: Zugaben zum Schreiben, Duft, Mitbringsel zur Arbeit
Alles über Bloggen, Judith Peters
3. Materielle Sicherheit, fühlst du dich safe?
wird ergänzt, es geht um Energieausgleich und die Gleichberechtigung der Kräfte
4. Werte, wofür gehst du durchs Feuer und ich?
wird ergänzt, KK – keine Kompromisse u.v.a.m.
5. Meine Leute, (soziale Beziehungen, Menschen)
Danke an die vielen schönen Begegnungen und Momente mit Menschen, I love you all.




Vorwärts und Rückwärts
Vor einem Jahr wußte ich nicht, dass ich keinen Newsletter veröffentlichen würde. Nach vorwärts bin ich gespannt, ob ich Ende 26 einen Newsletter und einen Adventskalender etabliert habe, ob ich das neue Ausbildungskonzept für Friseure anstoßen und initiieren kann, ob ich Menschen interviewen und alles in einem Buch mit dem Titel „People in the Shift“ zusammenfassen würde. Und ob ich eine neue Seite realisiere, mit Hilfe derer du deinen Atemtyp erkennen kannst und ob ich noch in meiner Wohnung wohnen würde und ob ich ein Auto haben werde und wie ich Oma sein werde und was ich von den ganzen Babies lernen würde und ob ich eine frische Einkommensquelle generieren würde, wieviel Protokolle ich schreiben würde, wohin ich gereist sein würde und welche Menschen um mich herum sein würden ?
Und schwups, im Nu, mit einem Wimpernschlag, im Ein- und Ausatem ist das JAhr vorüber, Auf ein Neues, im Nu ist das neue JA da. und jetzt gehts vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran. Stehenbleiben, den Moment erfahren, den Atem spüren, präsent sein.






Wie wunderschön, liebe Sabine 🫶😍!
So schöne Worte und toll siehst Du aus!! Es war eins meiner Highlights in diesem Jahr, Dich persönlich zu treffen und ich hoffe auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!
Pass auf Dich auf und bleib wie Du bist 💞
WOW, liebe Kristina! ja, for me too, highlight in 25. Dann freue ich mich aufs nächste Shooting. Happy New Year und großen Dank!!! 🤸🏼♂️
LieSa.
Eine großartige Reise mit Dir durch diesen Film des Lebens, im Atmen, Wimpernschlag und Herzgalopp. So klarer Ausdruck und Wortspiele und Liebesspiele mit Vorlieben und Widerständen im Nu wieder vorbei. Danke fürs mitreisen.
Alles Liebe
Martina
Maaartiiiiina, ja, kleine Reisen ganz groß. Ich freue mich schon aufs Weiter_Mit-Reisen. Du hast mir auch wunderbare Plätze gezeigt, so ganz nahe, ganz körperlich. DANKE.